Aktien und der Aktienhandel sind heutzutage in aller Munde. Gerade die unerfahrenen Interessenten beschäftigen sich dabei am Anfang sinnigerweise erst einmal mit ein paar Fakten und dem Hintergrundwissen zum Aktienhandel. Hierzu gehört zum Beispiel auch die Frage, um was es sich bei einer Aktie genau handelt. Gleich zu Beginn können wir erwähnen, dass zwischen unterschiedlichen Arten von Aktien unterschieden wird. Zusätzlich dazu müssen ein paar Kosten beachtet werden. Aber keine Angst: Wir nehmen im Folgenden einmal alle wichtigen Punkte rund um die Aktien genauer unter die Lupe und klären selbstverständlich über alle relevanten Details auf.

Erklärung: Das sind Aktien

Für alle Neulinge in der Finanzbranche sind die Aktien erst einmal unglaublich aufregend. Generell handelt es sich hierbei allerdings um ein leicht verständliches Finanzprodukt. Erwirbt eine Person Aktien von einem Unternehmen, erwirbt sie damit im Prinzip Anteile an diesem Unternehmen – genauer gesagt am Grundkapital des Konzerns. Die jeweilige Person wird jetzt als Aktionär bezeichnet und kann von einem wachsenden und rentablen Unternehmen auf Grund seiner Unternehmensanteile profitieren und eine Dividende erhalten. Die Unternehmen wiederum geben die Aktien aus, um zum Beispiel Geld für neue Investitionen bekommen zu können. Für die Konzerne ist das ein deutlich günstigerer Weg, als sich das Geld zum Beispiel bei der Bank in Form eines Kredites zu besorgen.

Der Aktienhandel findet dann an verschiedenen Börsen statt, wie zum Beispiel der Frankfurter Wertpapierbörse, der Londoner Börse, der Börse in Tokio oder der Börse in New York. Grundlage für den Handelt sind hier, wie eigentlich immer: Angebot und Nachfrage. Diese legen den jeweiligen Preis der Aktie fest bzw. bestimmen so deren Aktienkurs. Je mehr Anleger Aktionär eines Unternehmens werden möchten, desto höher steigt der Preis für eine Aktie. Stoßen viele Anleger ihre Aktien von einem Unternehmen ab, sinkt der Preis für die Anteile natürlich.

Arten von Aktien

Unterschieden wird heutzutage zwischen verschiedenen Arten von Aktien. Welche hier besonders geläufig sind und wie sich die einzelnen Aktien dabei jeweils definieren, zeigen wir im Folgenden auf.

Stammaktien

Stammaktien sind für Anleger vor allem dann interessant, wenn diese eine große Anzahl an Aktien erwerben, zum Beispiel in Form von Fonds oder durch Beteiligungsgesellschaften. Stammaktien ermöglichen es dem Inhaber, an Hauptversammlungen teilzunehmen und hier das Stimmrecht auszuüben. Heißt also: Mit den Stammaktien kann aktiv Einfluss auf die Geschicke innerhalb des Unternehmens genommen werden.

Vorzugsaktien

Die Vorzugsaktien wiederum berechtigen ebenfalls zur Teilnahme an der Hauptversammlung, nur dass hier kein Stimmrecht ausgeübt werden kann. Stattdessen dürfen sich die Besitzer der Vorzugsaktien aber in der Regel über einen Ausgleich in Form einer höheren Dividende freuen.

Inhaberaktien

Inhaberaktien sind im Prinzip nichts anderes als reguläre Aktien. Der Begriff stammt aus der Vergangenheit, als jede Aktie noch mit dem Namen des jeweiligen Inhabers bedruckt wurde. Das ist mittlerweile anders, dennoch ist noch immer von den Inhaberaktien die Rede. Heutzutage gilt: Wer eine Aktie erwirbt, der ist Inhaber dieses Papieres.

Namensaktien

Namensaktien sind in Deutschland nicht unbedingt verbreitet, in anderen Nationen aber schon. Hier werden die Aktionärsnamen auch in das Aktienregister der jeweiligen Aktiengesellschaft eingetragen und müssten demnach bei einem Verkauf geändert werden. Für die Firmen bedeutet das einen größeren Aufwand, gleichzeitig wird so oftmals eine größere Nähe zu den Aktionären ermöglicht, da diese im Unternehmen generell bekannt sind und so zum Beispiel auch schneller kontaktiert werden können.

Vor- und Nachteile von Aktien

Rund um die Aktien lassen sich verschiedene Vorteile festhalten. Hierzu gehört zum Beispiel die Aussicht auf eine ansprechende Dividende, wenn das Unternehmen einen erfolgreichen Kurs mit der Aktie an den Tag legen kann. Darüber hinaus ist der Aktienhandel generell recht flexibel, da mittlerweile zahlreiche Unternehmen an den Börsen gelistet sind. Zusätzlich dazu können Experten mit einem guten Fachwissen hier tatsächlich hohe Renditen einfahren. Hinsichtlich der Nachteile lässt sich festhalten, dass Aktienanlagen oftmals mit einer langen Laufzeit verbunden sind bzw. sein sollten. Daher sollte hier nur Geld investiert werden, welches in den kommenden Monaten oder Jahren nicht benötigt wird. Zudem ist ein weiterer Nachteil, dass kein Unternehmen vor möglichen Kursschwankungen, Skandalen oder negativen Schlagzeilen geschützt ist. Eine Dividende ist hier also keinesfalls garantiert. Anders, als zum Beispiel bei einer Tages- oder Festgeldanlage.

Kosten des Handels mit Aktien

Beim Aktienhandel können verschiedene Kosten auf die Anleger zukommen. Hierzu gehören zum Beispiel die Depotführungsgebühren, die heutzutage jedoch oftmals umgangen werden können. Ebenfalls berücksichtigen sollten die Anleger aber zum Beispiel auch Transaktionsgebühren oder mögliche Börsengebühren für die unterschiedlichen Handelsplätze.